Musterwohnung zeigt digitale Hilfen für selbstbestimmtes Wohnen

Selbstbestimmtes und sicheres Wohnen in den eigenen vier Wänden wird mit zunehmendem Alter mehr und mehr zu einer Herausforderung. Ein elektrischer Dosenöffner, Bluetooth-Schlüsselfinder oder ein Navigationsgürtel sind nur drei von insgesamt mehr als 40 technischen Lösungen, die das Team Smart City nun gemeinsam mit der Fachstelle Senioren und der Freiwilligen-Agentur der Stadt Osnabrück in einer Musterwohnung präsentieren. Sie können dazu dienen, älteren Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen den Alltag zu vereinfachen und ein selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen.

Die Wohnung befindet sich in der Möserstraße 9, dem neuen, von der Pro Urban AG errichteten Gebäudekomplex. Die Auswahl der Geräte hat ein Fachgremium bestehend aus der ehrenamtlichen Wohnberatung, der Fachstelle Senioren, der AG Pflege des Seniorenbeirats, dem Team Smart City und der Fachstelle Inklusion zusammen mit weiteren Interessenvertretungen getroffen. Neben Geräten, die den Alltag erleichtern beziehungsweise überhaupt ermöglichen, geht es ebenfalls um digitale Teilhabe. Dies betrifft sowohl Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung als auch Menschen, die Pflege bedürfen oder von Demenz betroffen sind und die in gewissem Maße durch diese technischen Geräte unterstützt werden können.

„Selbstbestimmtes und sicheres Wohnen erhöht nicht nur die Lebensqualität der betroffenen Menschen“, sagt Claas Beckord, Leiter des städtischen Referats Nachhaltige Stadtentwicklung. „Es hilft mit Blick auf den demografischen Wandel auch, die mit dem Mangel an Fachkräften absehbaren Engpässe in der Pflege abzumildern und bringt damit gesamtgesellschaftliche Vorteile mit sich.“

Bereitgestellt wird die Wohnung durch die Brina Pflege GmbH, die in dem Komplex betreutes Wohnen anbietet und die Wohnung auch selbst als Musterwohnung nutzt. Wer die Wohnung kostenfrei besichtigen und sich von den Vorteilen und Einsatzmöglichkeiten der Geräte überzeugen möchte, kann unter www.smart-city-os.de/wohnen-mit-technik einen individuellen und neutralen Beratungstermin anfragen. Ein Pool aus insgesamt sechs freiwillig Engagierten, darunter drei ehrenamtliche Wohnberaterinnen und -berater und drei ehrenamtliche Digitallotsinnen und -lotsen, hat sich mit den Geräten vertraut gemacht und stellt sie den Interessierten vor.

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